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Produktpreisfindung

Die Produktpreisfindung muss wenigstens zwei Kriterien erfüllen, nämlich:

  • Ihr Kunde ist bereit, diesen Preis für Ihr Produkt zu zahlen und
  • alle Ihre Kosten, die mit diesem Produkt in Verbindung stehen, werden abgedeckt

Wie bereits im Kapitel Wirtschaftlichkeit dargestellt, muss der Preis höher als die Kosten sein. Welchen Preis Ihr Kunde bereit ist zu zahlen, sollten Sie lange im Vorfeld herausgefunden haben. Viele wichtige Hinweise gibt es dazu im Kapitel Produktidee. Der Fokus soll daher jetzt auf Ihre anzusetzenden Kosten gelenkt werden.

Die bekannteste Methode ist die kostenorientierte Preisbildung. Die aufzuwendenden Kosten sind jeweils durch die geplante Stückzahl zu teilen:

Materialkosten
+ Personalkosten
+ Fremdleistungen
+ Vermarktungs- und Vertriebskosten
+ kalkulatorische Abschreibungen
+ Umlage der Kosten aus Forschung und Entwicklung
+ Kapitalkosten
+ Rücklagen für Garantie und Gewährleistung
+ weitere Gemeinkosten

= Selbstkosten
+ Gewinn

= Verkaufspreis (netto) 1
+ Skonto
+ Rabatte

= Verkaufspreis (netto) 2
+ Umsatzsteuer

= Verkaufspreis (brutto)

Beachten Sie bei Ihrer Produktpreisfindung immer, dass auch psychologische Momente eine Rolle spielen können. Man spricht daher auch vom psychologischen Preis (oder Schwellenpreis).

Zuletzt verändert: 06.04.2006, 15:57 Uhr
 

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